Giebel

Schloss

Eine Geschichte über 800 Jahre

Das Bedheimer Schloss ist über die Jahrhunderte gewachsen; es ist nicht nach einem Plan gebaut. Im Mittelalter bauten die ersten Bewohner von Bedheim hier an einem schönen Südhang mit weitem Blick eine Burg. Womöglich war sie ein sogenanntes Weiherhaus mit Halsgraben und wahrscheinlich entstand sie zusammen mit einer wehrhaft angelegten Kirche.

Aus diesem ersten Gebäude wuchs in einer verwickelten Baugeschichte mit vielen Zerstörungen, Wiederaufbauten und Erweiterungen Schloss Bedheim, wie es heute erscheint.

Von den heute sichtbaren Bauteilen stammen die ältesten aus der späten Renaissance, als das Schloss nach der Zerstörung in den Bauernkriegen von der Familie von Heßberg wiederaufgebaut wurde.

Ein dreiflügeliges Schloss wurde Bedheim erst 1736 als Philipp von Heßberg die einzelnen Gebäude miteinander verbinden ließ.

Seine Blüte erreichte das Schloss Ende des 18. Jahrhunderts, also im Rokoko. In wenigen Jahren liess sich Prinz Joseph von Sachsen-Hildburghausen Bedheim zu einem sommerlichen Landsitz ausbauen.

Als die Familie Rühle von Lilienstern 1779 das Schloss vom Prinzen kaufte, zog sie in ein reich geschmücktes Haus mit prachtvoll ausgestalteten Stucksälen, umgeben von Gärten und einer grossen Gutswirtschaft.

Diesen Zustand kann man heute noch erahnen. Zwar gab es grosse Schäden durch die Vernachlässigung in der DDR-Zeit und von der originalen Möblierung ist fast nichts mehr vorhanden, trotzdem strahlt das ganze Gebäude eindrucksvoll seine lange Geschichte aus.

Dank der Hilfe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Freistaaten Thüringen und Bayern ist das Schloss in den neunziger Jahren des 20. Jahrhundert gesichert worden.

Und durch die unermüdliche Arbeit der heutigen Bewohner und Bewohnerinnen ist Schloss Bedheim gepflegt und benutzbar. Bis es aber wieder in ganzem Glanz zu erleben ist, bleibt noch viel zu tun.

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Aktualisiert am 8. April 2014



Denkmalpflege!

Das Schloss war schon von 1992 bis 2002 ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gefördert. Seit 2012 unterstützt uns die Stiftung nun bei der Restaurierung der Fassaden und Stuckräume.

Stuckzimmer im Westflügel

Die wertvollen Stuckzimmer im Westflügel werden seit 2012 restauriert und ab 2014 nach und nach öffentlich zugänglich.

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